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Millionen werden in Bauprojekte zur IGA investiert

Das klingt doch gut: 400 000 Euro für einen neuen Radweg an der Zossener Straße, die gleiche Summe für die neue Wuhlebrücke zum Wohngebiet Landsberger Tor, mehr als das Doppelte für den Bau des Umweltbildungszentrums und fast drei Millionen für Wege und das bezirkliche Informationszentrum an der Hellersdorfer Straße. Und damit wären nur vier von insgesamt 15 Maßnahmen genannt, in die mehr als 8,6 Millionen Euro Fördermittel (größtenteils vom Bund) fließen, damit es rund um die IGA passende Straßen und Wege gibt. Elf der Projekte werden vom Bezirksamt realisiert, vier (die beiden Spielplätze, die Wuhlebrücke und das Umweltbildungszentrum) verantwortet IGA-Träger Grün Berlin.

Die vielleicht wichtigste Baumaßnahme ist die Umgestaltung der Hellersdorfer Straße zwischen Hellersdorfer Eck und U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße. Bei letzterem wird ja auch der „Auftakt“ mit Seilbahnstation errichtet. An der anderen Seite (Einmündung der Alten Hellersdorfer Straße, wo bisher der „Festplatz“ war) entsteht ein Busparkplatz mit 60 Stellplätzen. 

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Die Karte des Bezirksamts zeigt die Bauprojekte, auf diesem Ausschnitt sind es elf der 15 Maßnahmen
Die Planer schätzen, dass jeder Dritte der bis zu 2,4 Millionen Besucher der IGA die U-Bahn benutzen wird. Deshalb hat der Bau dort bereits Ende vergangenen Jahres begonnen. Das Informationszentrum, das zwischen dem neuen Busparkplatz und der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Hellersdorf entsteht, soll über Entwicklung und Wandel von Marzahn-Hellersdorf informieren.

Allerdings treffen nicht alle Maßnahmen auf ungeteilte Zustimmung. So fordert beispielsweise Frank Beiersdorff als umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion, auf die neue Brücke im Bereich des Auwaldes nördlich der Eisenacher Straße zu verzichten. Statt dessen sollte ein Rad- und Fußweg neben der bestehenden Brücke gebaut werden. Über diesen Antrag wird zwar die BVV beraten, realistische Chancen auf einen entsprechenden Beschluss bestehen jedoch nicht.

R. Nachtmann