Ärger über Schmuddelecken

Bezirksamt lud in Hellersdorf Ost zur Einwohnerversammlung

Hellersdorf - Im Stadtteil zwischen Cottbusser Platz und Louis-Lewin-, Grottkauer- und Carola-Neher-Straße leben knapp 20 000 Hellersdorfer. Im Gegensatz zu anderen Quartieren ist die Einwohnerzahl im drittjüngsten Stadtteil des Bezirkes seit zwei Jahren stabil. Nach Hellersdorf Nord leben hier die meisten Kinder und Jugendlichen. Nur 22 Prozent der Einwohner sind älter als 50 (in anderen Quartieren sind es mehr als 30 Prozent).

"Dennoch mussten wir wegen der sinkenden Kinderzahl drei von fünf Grundschulen und etliche Kitas schließen", bedauerte Bildungsdezernentin Marlitt Köhnke. Dies war dann auch einer der Hauptpunkte in der Diskussion. Leergezogene Gebäude sind Verfall und Vandalismus preisgegeben. Andererseits sollen dort, wo abgerissen wird, keine Brachflächen entstehen. "Da hoffen wir auf ihre Ideen für die Nachnutzung der Freiflächen", lautete der Appell von Stadtentwicklungsdezernent Heinrich Niemann. Während er sich vorstellen kann, an solchen Stellen "kleine Wäldchen" zu pflanzen, plädierten einige Anwohner für Mietergärten oder Parks.

Hoffnung für den Stadtteilpark 

Apropos Park. Für den einst von der nun insolventen Mega-AG geplanten Stadtteilpark an

Ein Schandfleck am U-Bhf. Hellersdorf. Wer ist für die Beseitigung zuständig? Das wollte jot w.d. bereits im Juni (Ausgabe 6/2004, Seite 16) wissen.

Kritik an  Müllmenge in der grauen Tonne 

Übrigens hatte jot w.d. bereits in der Juni-Ausgabe dieses Ärgernis zum Thema gemacht. Damals erfolgte jedoch keine Reaktion von Seiten der Ämter. Anlass zum Nachdenken gab Anwohner Georg Broszek mit seiner Hausmüllanalyse. Während die BSR die Restmüllmenge pro Wohnungseinheit und

 der U5 zwischen Cottbusser Platz und Hellersdorf gäbe es nun doch "Licht am Horizont", sagte Niemann. Es gäbe Signale vom Senat, dass ab 2006 gebaut werden könne, allerdings in abgespeckter Version. Mittel soll es endlich auch für die Ampel an der Kreuzung Riesaer/Hönower Straße geben."Der Senat hat den Baubeginn für März 2005 signalisiert", berichtete Stadtrat Svend Simdorn.

 Anwohner Siegfried Birkner freute sich über die Rekonstruktion des Sportplatzes Lichtenhainer Straße. Dass dort allerdings bis 22 Uhr das Flutlicht brennt, obwohl keine Sportler mehr auf dem Platz sind, ärgerte andere Anwohner. Sei das nicht Verschwendung von Mitteln?

Viele Klagen gab es über den "wüsten Platz" hinter Kaisers zwischen Riesaer und Martin-Riesenburger Straße. Bürgermeister Uwe Klett: "Die Fläche wurde dem Liegenschaftsfonds übertragen." Da das Areal wohl in absehbarer Zeit kaum veräußert werden dürfte, sei man "sehr an Ideen für eine Zwischennutzung interessiert". Bürger könnten ihre Vorschläge beim Stadtteilzentrum an der Albert-Kuntz-Straße 58 einreichen (Telefon 99 49 86 92).

Ein weiteres Ärgernis ist seit langem ein beschmierter Container mit herausgerissenen Türen und viel Unrat neben den Gleisen am U-Bahnhof Hellersdorf. Das Stadtplanungsamt wollte ihn gar der "Kiste" zuordnen, zum Glück war deren Chef Fred Schöner anwesend und konnte den "Verdacht" entkräften. Das Bezirksamt versprach, den Eigentümer ausfindig zu machen. 

 

 Woche mit durchschnittlichen 72 Liter berechnete, ergaben seine Untersuchungen vor Ort zuweilen bis zu 200 Liter und mehr. Bei konsequenter Mülltrennung könnte eine Familie im Jahr zwischen 28 und 51 Euro sparen", errechnete der Umweltexperte. Vielen sei offenbar nicht bewusst, dass es hier um ihr eigenes Geld geht, wenn sie die grauen Tonnen unsortiert beladen. "In der Kleinsiedlung landen in der grauen Mülltonne pro Haushalt und Woche sogar nur 30 Liter", gab Broszek ein erstrebenswertes Ziel vor.

I. Dittmann